WiFi mit satellitenbasiertem Internetzugang ist typisch für Entwicklungsländer. Sowohl Wohnstätten als auch Unternehmen haben hier selten Telefon- oder Glasfaserkabelverbindungen. So ist dort nur ein sehr langsamer, modembasierter Internetzugang für einen elitären Kreis von Menschen verfügbar, da Kunden eine Gebühr für den Telefonanschluss und den Internetserviceprovider zahlen müssen.

Außerdem treten durch die schwachen örtlichen Telefonleitungen ständig Verbindungsabbrüche beim Einwählen auf. Geschwindigkeitstests bei Internetverbindungen ergaben, dass in großen europäischen oder amerikanischen Universitäten Internetzugänge mit 17 Millionen Bits pro Sekunde genutzt werden, während die Geschwindigkeit an afrikanischen Institutionen nur etwa 30 Tausend Bits pro Sekunde beträgt. Diese Server sind dann auch nur etwa sechs Stunden pro Tag online und häufig über Tage oder Wochen getrennt vom Internet.

wlan in entwicklungsländernSomit wird die Internetrecherche für dortige Schüler nahezu unmöglich. Auch Videos, Ton- und Multimediamaterial wird dort von Lehrern selten genutzt, weil das Herunterladen teuer, langsam und unzuverlässig ist. Durch die Kombination von günstiger WiFi Hardware wie von FON können große Netzwerke ohne großen Aufwand oder umfangreiche Ausrüstung aufgebaut werden, die normalerweise für die Verbindung von Nutzern via Telefon- oder Glasfaserkabel notwendig wären.

Sobald genügend Nutzer über ein 802.11 Netzwerk verbunden sind, können die Kosten für eine Satellitenschüssel und deren Installation sowie die regelmäßigen Gebühren in der Gemeinschaft oder mit einem örtlich ansässigen Internetprovider geteilt werden.

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Geschrieben am 20.04.2008 in Wlan,