Google bekräftigte am 24.03.2008 gegenüber der US-Regulierungsbehörde “Federal Communications Commission” (FCC) das Bestreben zur Nutzung ungenutzter TV-Frequenzen. Wenige Tage zuvor war es dem Unternehmen nicht gelungen freigegebene Frequenzen zu ersteigern. Google will nun anscheinend einen anderen Weg gehen.
Googles drahtloser Zugang könnte Gebiete flächendeckend und kostengünstig mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen ins Internet versorgen. Dabei würden die sogenannten “White Spaces” genutzt werden, die seit der Digitalisierung ungenutzten Frequenzen. Die Datenraten lägen bei bis zu einem Gigabit pro Sekunde, bestätigte die “White Spaces Coalition” (WSC), der neben Google auch Microsoft und Dell angehören.
Bereits im letzten Jahr wurden der FCC erste Geräte vorgestellt, die den Internetzugang über das digitale TV-Netz ermöglichen. Die Zulassung wurde damals wegen eventueller Interferenzen verweigert. Ansatz und Methode der Technik wurden seitdem, hauptsächlich von Motorola, verbessert. Sie basiert auf der Interaktion mit einem lokalen Transmitter, nachdem das Gerät einen freien Bandbereich selbständig ausgemacht hat.
Auch in Europa wird über ungenutzte analoge Fernsehfrequenzen diskutiert. Medienkommissarin Viviane Reding forderte auf, die “Digitale Dividende” für mobiles Internet zu reservieren.
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