Die Zeitschrift Wired hat vor kurzem einen Artikel von Bruce Schneier mit dem Titel “Steal This Wi-Fi“ veröffentlicht. Schneier ist Technischer Leiter bei BT Counterpane und ein echter Sicherheits- und Kryptografie-Guru.

Außerdem ist er Autor mehrerer erfolgreicher Bücher über Netzwerksicherheit (Angewandte Kryptografie, Geheimnisse und Lügen, Jenseits der Angst) und veröffentlicht Crypto-Gram, einen kostenlosen Newsletter mit über 130.000 Abonnenten.

In seinem Artikel für Wired legt er seine Gründe dar, warum er seinen privaten WiFi Hotspot für jeden zugänglich lässt: „Einen Internetzugang für Gäste bereitzustellen, ist so, wie Wärme und Elektrizität oder eine heiße Tasse Tee anzubieten.“ Er geht anschließend auf alle Risiken ein, welche eine solche Zugänglichkeit beinhalten könnte, von Fragen der Netzwerksicherheit bis dahin, dass einen die RIAA (Recording Industry Association of America) wegen Copyright-Verletzungen verklagen könnte, weil irgend jemand die eigene Verbindung für P2P benutzt.

Neben diesen Punkten gibt es laut Schneier, aber auch einen anderen Grund, warum Leute Ihren privaten Wlan Hotspot verschlüsseln. Viele Leute sind besorgt, dass jemand zu viel der eigenen Bandbreite in Anspruch nehmen könnten. Nach Schneier sind die meisten dieser Gründe keine großen Risiken und, in den meisten Fällen, „ist Sicherheit auch immer ein Trade-off.“

Bruce SchneierSeine abschließenden Ausführungen betreffen FON, “die einen interessanten Ansatz zu diesem Problem entwickelt haben”. Die WLAN-Zugänge von FON haben zwei Wireless Netzwerke: ein verschlüsseltes zum Privatgebrauch und ein offenes für alle anderen.”

Schneier hat sich dazu entschieden, sein WiFi zu teilen und schlägt jedem vor, es genauso zu machen. Aber das Netzwerk eines herkömmlichen Wlan Router öffentlich zu halten, kann tatsächlich einige Risiken in sich bergen. FON dagegen macht es möglich WiFi auf sichere Weise teilen: Der WLAN-Router „La Fonera“ schützt das private Signal mit WPA-Kodierung, identifiziert und speichert, wer sich über das öffentliche Netzwerk eingeloggt hat, und lässt den Besitzer selbst festlegen, wie viel seiner Bandbreite er mit anderen „Foneros“ teilen möchten.

Geschrieben am 19.03.2008 in WiFi,